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Die Geschichte der ASK

Foto: Aufmarsch der Alten-Schützen auf dem Parkplatz der Sportanlage Nierster Str.

Schützenfest Sonntag 2005

 

Die Gründung der „Alte-Schützen-Kompanie“ Lank-Latum 1928

Nach dem Abzug der belgischen Besatzung am 31. Januar 1926 konnte im Sommer dieses Jahres das erste Schützenfest nach 1914 gefeiert werden. In der Bevölkerung gab es darüber eine so große Begeisterung, dass viele neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Aber dann kriselte es wieder – die alte Uneinigkeit lebte wieder auf. Eine „Tell-Compagnie“ wollte eigene Uniformen haben und eigene Veranstaltungen durchführen. Schon bald gab es wieder Austritte zu verzeichnen, besonders nach dem Schützenfest 1927.

Daraufhin gab es eine neue Satzung und Anfang 1928 nahm ein neuer Vorstand seine Arbeit auf. Dieser wollte die Bruderschaft erneuern und wieder aufbauen. Der neue Vorsitzende, der Postmeister Willy Rangen, rief im Juni 1928 zur Gründung von Kompanien auf. „Diese Bildung sei notwendig“, so heißt es im Protokollbuch, „einmal um das Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Schützenbrüdern zu heben, sodann aber auch, um die Einziehung der Mitgliederbeiträge zu erleichtern.“ Es werden Vertrauensmänner für die einzelnen Straßen bestimmt, die neue Mitglieder werben sollen.

In diesem Jahr wird zwar kein Schützenfest gefeiert, aber 123 zusätzliche Mitglieder geworben, darunter 25 „zurückgewonnene“. Man zählt jetzt 347 Mitglieder, aber nur zwei Kompanien. Davon zählte die Freischar 20 Mitglieder und die Alte-Herren-Kompanie 72 Mitglieder. Der Aufruf von Willy Rangen hatte auch den Erfolg, dass drei neue Kompanien gegründet werden konnten. Es waren die Marine-Kompanie mit neun Mann, die Artillerie mit 11 Mann und die Alte-Schützen-Kompanie.

Als Gründer der Kompanie kann man vor allem Wilhelm Maritzen rühmen. Er hatte viele neue Mitglieder für die Bruderschaft geworben. Im Oberstübchen der Gastwirtschaft Küppers schritt man im Spätsommer 1928 zur Gründung der „Alte-Schützen-Kompanie“. Es waren 36 Männer, vor allem aus Latum, die die neue Kompanie bildeten. Der Vereinswirt und Bäckermeister Otto Küppers trat natürlich auch bei. Wilhelm Maritzen wurde 1929 auch zweiter Vorsitzender der Bruderschaft. Er war sehr musikalisch und auch Mitglied im Latumer Männergesangverein „Frohsinn“ und im Kirchenchor. Er dichtete auch die „Hymne“ der Kompanie, starb aber leider schon 1940.

Der Höhepunkt des Vereinslebens vor dem Krieg war das Jubiläumsschützenfest zum 400. Bestehen der Bruderschaft im Jahre 1935. Die Kompanie hatte 62 Mitglieder und bildete die historische Gruppe der „Germanen“ in entsprechenden Kostümen. Die jährlichen Feste bestanden vor allem aus dem Altweiberball am Karnevalsdienstag bei Schierkes und dem Stephanusfest im August als Familienfest – meistens in Bösinghoven.

11.05.2011, 22:48 von Tobias | 502 Aufrufe